05. Oktober 2006 / Buchmarktforum impuls
Lesen als Gehirndroge - das Gehirn will unterhalten werden!
Über 200 Besucher, darunter viele bekannte Buchhändler und Verleger, hatte die Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Spitzer über die Gesundheitsaspekte des Lesens auf der Frankfurter Buchmesse.
Dass intensives Lesen die geistige und psychische Entwicklung von Kindern fördert, wussten Sie bereits. Dass Lesen im Erwachsenenalter Glückshormone aktivieren kann, wissen wir dank Mihaly Csikszentmihalyi. Dass Lesen eine hoffnungsvolle Perspektive im Kampf gegen Demenz und Alzheimer ist, kommt dank moderner Hirnforschung erst jetzt an die Oberfläche.
Die demograpische Entwicklung in Deutschland drängt geradezu auf, dass die Buchbranche ihre Rolle neu definiert, die sie aufgrund der „therapeutischen“ Wirkung des Lesens ausfüllen könnte. Lesen als intellektuelle Herausforderung, Lesen als Katalysator für Glückshormone – diese Effekte machen Bücher individuell wertvoll. Lesen als Therapie und Altersvorsorge hat darüberhinaus volkswirtschaftliche Bedeutung. Der Sinn buchhändlerischer und verlegerischer Arbeit bekommt eine neue Dimension. Diesen Impuls wollte die Veranstaltung in die Branche tragen.
Das BuchmarktFORUM konnte mit Prof. Dr. Manfred Spitzer einen Mediziner gewinnen, der das komplexe Feld moderner Hirnforschung leicht und unterhaltsam darstellte. Seine Vorträge und Veröffentlichungen sind Geheimtipps wenn es darum geht, komplizierte Zusammenhänge ebenso plastisch wie präzise zu vermitteln. Nach seinem Vortrag begeisterte Manfred Spitzer die Zuhörer gemeinsam mit seinen Bandkollegen von "Braintertainer", Wulf Bertram und Dr. Joram Ronal, bei einer Jazz-Session.
spielten live auf der Messe: Dr. Joram Ronal, Referent Manfred Spitzer, Schattauer-Verlagsleiter Wulf Bertram (von links)





